#Stundenlöhne #Selbständigkeit

 

  

#Stundenlöhne
#Selbständigkeit 

Freust Du Dich, wenn Dein Stundensatz gleich akzeptiert wurde?
Das hat Dich nicht zu freuen, denn das heißt (oft) - Du bist zu günstig!


Die Kunden/Auftraggeber bezahlen nicht Deine Arbeitsstunden,
sondern den Mehrwert, den Du ihm durch Deine Arbeit bietest!


Positioniere Dich als Experte! 

Wenn Du zu "billig" agierst, nehmen Dich potenzielle Auftraggeber oft gar nicht Ernst. 

Ein Auftraggeber, der an Deiner Qualifikation interessiert ist, geht in einen offenen Dialog bezüglich der Entlohnung und bringt Dir auch ein gewisses Vertrauen entgegen.
Wer Deinen Wert runterspielt oder drücken will, ist ziemlich sicher auch der falsche Geschäftspartner für Dich! Du wirst wahrscheinlich ständig in Frage gestellt und kannst letztlich nur Alles falsch machen. 

Ein gesundes NEIN, ist eine Stärke!

Je kürzer der Auftrag, je höher der Stundensatz. Bei großen Aufträgen, die über mehrere Monate gehen, kann man einen Rabatt aushandeln, wenn das Volumen des Auftrags garantiert wird.

 

Denk auch daran, bei einer Anstellung hast Du Kündigungsfristen, als Selbstständiger hast Du diese Kündigungsfrist nicht und kannst den Auftrag schon morgen verlieren - d. h. Du trägst als Selbständiger zusätzlich ein Risiko, was im Anstellungsverhältnis der Arbeitgeber trägt (Fortzahlung des Gehalts über die Dauer der Kündigungsfrist). 


Sollst Du kostenlos arbeiten? Schnupperpakete anbieten?

Ja und nein!


Geld ist Energie-Ausgleich. Ausgleich für geleistete Dienste. 

Sei es Dir Wert, für Deine Arbeit und Dein „geistiges Wissen“ auch bezahlt zu werden.

Wie kannst Du mit gutem Gewissen 50 - 100 Euro pro Stunde und mehr verlangen?

Bist Du gelernte Fachkraft (Buchhalter, Fachwirt, Meister, Designer, Social Media Manager uvm) und hast Arbeitserfahrung? Dann hast Du Qualifikationen und definierst durch Deine Preisgestaltung auch Deine Qualität und Zielgruppe.

 

Bist Du Quereinsteiger und möchtest erst Erfahrungen und Wissen sammeln?

Dann kannst Du sicherlich in einem gewissen Rahmen auch „kostenlos“ bzw. mit niedrigem Stundensatz arbeiten und Samen für ein erfolgreiches Wachstum streuen.

Ein Austausch von Arbeitskraft gegen Wissen UND ein niedrigerer Stundensatz für tatsächlich erledigte Arbeiten. Ein guter Deal!!! Davon wirst Du profitieren! Und zwar mehrfach.

 

*Du hattest ein tolles Projekt und einen Kunden.
*Du hast viel gelernt.
*Du bekommst bestenfalls eine Referenz.
*Der Kunde empfiehlt Dich auch gerne weiter.

Bedenke aber immer – um auf Deinen notwendigen Lebensunterhalt zu kommen,

hast Du nur eine begrenzte Zeit pro Tag/Woche/Monat zur Verfügung.

 

Rechenbeispiel:
Es gibt eine ganz einfache Formel, wie Du einen Stundenlohn ausrechnen kannst.

Beispiel mit 40 Arbeitsstunden pro Woche.

 

Achtung: Du verdienst als Selbständiger keine 40 Stunden pro Woche!

Der Stundenlohn beinhaltet keine steuerlichen Abzüge, keine Rücklagen, keine kaufmännische Kostenrechnung. MERKE: Der hier berechnete Stundenlohn gilt nicht für Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, sondern dient nur als Anhaltspunkt. Wer als Selbstständiger 40 Stunden pro Woche arbeitet, verdient nicht 40 Stunden lang Geld. Ganz im Gegenteil:

Du musst Angebote und Rechnungen schreiben, Deine Werbung erstellen,
Kunden akquirieren uvm.
All diese Zeiten sind NICHT abrechenbare Zeiten, die somit die effektiv abrechenbare Arbeitszeit stark einschränken. Zudem muss der Selbstständige eine Reihe von Kosten über seine Arbeitsleistung decken (Krankenkasse, Versicherungen, Personalkosten, Bürokosten uvm).
Diese haben einen massiven Einfluss auf den Stundensatz.

1. Schritt

Du brauchst Deine wöchentlichen Arbeitsstunden (z. B. 40)

Multipliziert x 13 (fix-Wert)

Ergebnis geteilt durch 3.

 

(40 x 13) /3 = 173,33 h/Monat

 

2. Schritt

Dein monatlicher Brutto Grundgehalt durch Arbeitsstunden teilen

(z.B. 4000 Euro als Referenz aus einem Anstellungsverhältnis

= ca. 2.300,-- Euro netto LSK1 unverheiratet ohne Kinder)


z. B. 4000 / 173,33 = 23,08 Stundenlohn BRUTTO!

 

Diesen Wert, solltest Du als Unternehmer (Unternehmen und Lebensunterhalt in Deutschland) mindestens 2-3-4fach nehmen.

Beachte Deine Steuerabzüge (Achtung, jährliche Berechnung lt. Umsatz),

Rückstellungen, laufende Kosten, Versicherungen uvm.

 

Wenn Du Dein Gewerbe als Nebengewerbe ausübst (Krankenversicherung ect. sparst)
oder z. B. in einem Land mit günstigeren Lebenskosten lebst, dann relativiert sich dieser Stundenlohn natürlich. Ist aber dann in unserem Land nur schwer marktfähig.

Suche mal bei Google nach: Lexware Stundensatz berechnen

Unter der Rubrik: Praxis und Tipps gibt es den Beitrag

Stundensatzkalkulation: Stundensatz berechnen und Gewinn erzielen.

Hier siehst Du sehr anschaulich, wie umfangreich eine Stundensatz-Berechnung sein kann.

Der Praxisfall der Schreinerei ist prima!
 

 

Sei mutig und stehe zu Deinem Wert!
Wir lernen jeden Tag. Machen Fehler um zu lernen.
Steh auf, bleib fokussiert – auch wenn es im Leben wackelt 😉

 

Alles Liebe

Marina

 

 

 

 

 

(Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Text ersetzt nicht den Weg zum Steuerberater, Unternehmensberater oder eine individuelle Kalkulation für Dein Unternehmen).